
„Gibt nur eine Chance“
FUSSBALL / Großweikersdorfs Gerald Rabl ist ab sofort Masseur von RB Salzburg. „Vielleicht bringe ich die Lockerheit retour …“
VON CHRISTOPH FASSLER
Der Karren sitzt schon ziemlich im Dreck fest. Red Bull Salzburg kann heuer seinen hohen Ansprüchen einfach nicht gerecht werden. Das zeigte auch die jüngste Niederlage gegen Wr. Neustadt. „Vielleicht bringe ich die Lockerheit retour“, meint da ein Mann aus dem Bezirk …
Seit gestern, Dienstag, ist Gerald Rabl nämlich neuer Masseur der „Bullen“. Der Großweikersdorfer erfüllte sich damit einen Lebenstraum. „Ich wollte immer schon im Profigeschäft arbeiten“, strahlt der sportliche Leiter des SV Blau Weiß Großweikersdorf. Ab sofort werden Roman Wallner, Frenkie Schiemer und Co. also von ihm durchgeknetet. Die Kontaktaufnahme zwischen Red Bulls Thomas Linke und Rabl erfolgte im Jänner. Empfohlen wurde Rabl dabei auch von Barbara Briegl, Assistentin von Sportchef Dietmar Beiersdorfer.
Ein neues Leben: Wohnung in Salzburg bereits bezogen
Das Vorstellungsgespräch klappte, Zeugnisse und Lebenslauf entsprachen. Zehn Jahre lang arbeitete Rabl bereits bei Austria Wien im Nachwuchs (FSA) und zuletzt bei den Amateuren. Der unermüdliche Ehrgeiz, Fortbildungen sowie die Eröffnung der eigenen Praxis in Hollabrunn machten sich bezahlt!
Für Rabl begann gestern ein völlig neuer Lebensabschnitt. Die Wohnung in Salzburg ist bereits bezogen, am Montag wurde er offiziell der Mannschaft vorgestellt. Privates wird zurzeit an zweite Stelle geschoben. So hat Rabl die Selbstständigkeit stillgelegt, auch der Hausbau wird verzögert. „Natürlich habe ich alles abgewogen. Es ist eine riesige Herausforderung – Salzburg ist die Top-Adresse in Österreich. Es gibt nur die eine Chance, und diese möchte ich nützen“, so Rabl. Ob auch sein violettes Herz so schnell wechseln kann? „Ich bin loyal zum Arbeitgeber. Also bin ich Salzburger“, lächelt er.











